Ein einziges Wort. Mehr nicht. Ein einziges Wort, das Ihr Team dazu bringen soll, drei Begriffe auf dem Tisch gleichzeitig zu identifizieren – ohne dabei versehentlich die Karte des gegnerischen Teams oder, noch schlimmer, den Attentäter aufzudecken. Codenames ist ein Partyspiel, das sich in fünf Minuten erklären lässt, aber über Monate nicht langweilig wird. Nicht umsonst wurde es 2016 als Spiel des Jahres ausgezeichnet – und ist auch 2026, zehn Jahre später, noch eines der meistgespielten Gesellschaftsspiele weltweit.
In diesem Ratgeber liefern wir Ihnen eine kompakte Codenames Anleitung mit Regeln Schritt für Schritt, Tipps für bessere Hinweise, zeigen die wichtigsten Varianten und verraten, warum dieses Wortspiel auf keinem Spieleabend fehlen sollte. Bei Tobs ist Codenames seit Jahren einer der am häufigsten empfohlenen Titel – und das aus gutem Grund.
Das Wichtigste in Kürze
- ✓ Spiel des Jahres 2016 – auch 2026 ein absoluter Klassiker unter den Partyspielen
- ✓ 2–8+ Spieler in zwei Teams, ideal ab 4 Personen
- ✓ Regeln in 5 Minuten erklärt – trotzdem strategisch tief und unendlich wiederspielbar
- ✓ Mehrere Varianten: Codenames Duett (kooperativ, zu zweit), Codenames Pictures, Codenames XXL
- ✓ Ab 10 Jahren empfohlen – funktioniert aber auch mit jüngeren Mitspielern, wenn die Begriffe passen
Was ist Codenames?
Codenames ist ein Wort- und Deduktionsspiel des tschechischen Autors Vlaada Chvátil, erschienen bei Czech Games Edition. Die Grundidee: Zwei Teams treten gegeneinander an. Auf dem Tisch liegen 25 Wortkarten offen aus – hinter einigen verbergen sich die Agenten des eigenen Teams, hinter anderen die des Gegners, und hinter einer einzigen lauert der Attentäter. Pro Team gibt es einen Geheimdienstchef, der als Einziger weiß, welche Karten zu welchem Team gehören. Dieser Geheimdienstchef gibt seinem Team Hinweise – immer nur ein einziges Wort und eine Zahl.
Das Wort beschreibt die Assoziation, die Zahl verrät, wie viele Karten damit gemeint sind. Das Team berät sich und deckt Karten auf. Stimmt die Vermutung, geht es weiter. Liegt das Team daneben, ist der Zug vorbei – oder schlimmer: Man deckt den Attentäter auf und verliert sofort. Codenames verbindet damit Sprachwitz, Taktik und Nervenkitzel zu einem Partyspiel, das in praktisch jeder Runde funktioniert.
💡 Darum funktioniert Codenames so gut
Codenames trifft einen seltenen Sweet Spot: Die Regeln sind so einfach, dass Neulinge sofort mitspielen können, aber die strategische Tiefe bei den Hinweisen ist enorm. Erfahrene Geheimdienstchefs schaffen es, mit einem Wort vier oder fünf Karten gleichzeitig zu beschreiben – und genau diese Momente sorgen für die Begeisterung am Tisch.
Codenames Regeln: Schritt für Schritt erklärt
Vorbereitung
- Teilen Sie die Spieler in zwei gleichgroße Teams auf – jeweils ein rotes und ein blaues Team
- Jedes Team wählt einen Geheimdienstchef – dieser sitzt gegenüber dem eigenen Team
- Legen Sie 25 Wortkarten im 5×5-Raster offen auf den Tisch
- Stellen Sie eine Codekarte in den Ständer zwischen die Geheimdienstchefs – nur sie sehen, welche Farbe hinter welchem Wort steckt
- Die Codekarte zeigt: 9 Karten für das Startteam, 8 Karten für das andere Team, 7 unbeteiligte Zivilisten und 1 Attentäter
Spielablauf
- 1Hinweis geben: Der Geheimdienstchef des aktiven Teams sagt ein einziges Wort und eine Zahl. Beispiel: „Tier, 3" – das bedeutet: Drei der ausliegenden Wortkarten lassen sich mit dem Begriff „Tier" assoziieren.
- 2Beraten und raten: Das Team diskutiert gemeinsam und tippt auf eine Wortkarte. Der Geheimdienstchef deckt die zugehörige Farbkarte auf.
- 3Richtig geraten? Wenn die Karte zum eigenen Team gehört, darf das Team weiterraten – maximal so oft wie die genannte Zahl plus eins.
- 4Falsch geraten? Bei einem Zivilisten endet der Zug. Bei einer Karte des Gegners endet der Zug und das gegnerische Team profitiert. Beim Attentäter: sofortige Niederlage.
- 5Wechsel: Nach dem Zug ist das andere Team dran. Das Spiel geht hin und her, bis ein Team alle eigenen Agenten gefunden hat – oder jemand den Attentäter aufdeckt.
Hinweis-Regeln: Was darf der Geheimdienstchef?
Die Rolle des Geheimdienstchefs ist der Kern von Codenames – und unterliegt klaren Regeln:
| Erlaubt | Nicht erlaubt |
|---|---|
| Ein einzelnes Wort + eine Zahl | Mehrere Wörter, Sätze oder Erklärungen |
| Zusammengesetzte Begriffe, die als ein Wort gelten (z. B. „Eisbär") | Hinweise, die auf die Position der Karten verweisen |
| Fremdsprachige Wörter (nach Absprache) | Wörter, die auf der ausliegenden Karte stehen oder deren Wortstamm teilen |
| Die Zahl „0" oder „unendlich" als strategischer Hinweis | Gesten, Betonungen oder körperliche Signale |
7 Tipps für bessere Codenames-Hinweise
Ein guter Hinweis unterscheidet eine durchschnittliche Partie von einem unvergesslichen Spieleabend. Die richtige Codenames Strategie als Geheimdienstchef entscheidet oft über Sieg oder Niederlage. Diese Codenames Tipps helfen Ihnen, als Geheimdienstchef das Maximum herauszuholen:
- 1Sicherheit vor Ambition: Ein Hinweis, der zwei Karten sicher trifft, ist wertvoller als einer, der vier treffen könnte, aber auch den Attentäter riskiert.
- 2Den Attentäter immer mitdenken: Bevor Sie einen Hinweis geben, prüfen Sie, ob Ihr Wort auch zum Attentäter passen könnte. Das ist der häufigste Anfängerfehler.
- 3Denken Sie wie Ihr Team: Nicht jeder Hinweis, der für Sie logisch erscheint, ist es auch für andere. Kennen Sie Ihr Team – gemeinsame Insider-Assoziationen sind Gold wert.
- 4Oberkategorien nutzen: „Obst, 3" funktioniert, wenn drei Fruchtnamen ausliegen – aber nicht, wenn auch eine gegnerische Karte eine Frucht ist. Prüfen Sie immer alle 25 Karten.
- 5Die Null strategisch einsetzen: Mit „Gift, 0" sagen Sie Ihrem Team: „Gift passt zu keiner unserer Karten – meidet alles, was damit zu tun hat." Ein unterschätztes Werkzeug.
- 6Alte Hinweise einbauen: Ihr Team darf bei jedem Rateversuch auch auf frühere, noch offene Hinweise zurückgreifen. Geben Sie also im Verlauf des Spiels Hinweise, die aufeinander aufbauen.
- 7Nicht zu viel nachdenken: Manchmal ist der offensichtliche Hinweis der beste. Überoptimieren führt zu verwirrenden Assoziationen – und frustrierten Teammates.
Codenames Varianten: Welche Version passt zu Ihnen?
Der Erfolg von Codenames hat mehrere Varianten hervorgebracht, die jeweils eigene Stärken haben:
| Variante | Spieler | Besonderheit | Ideal für |
|---|---|---|---|
| Codenames (Original) | 2–8+ | 200 Wortkarten, 40 Codekarten, Team-Modus | Klassischer Spieleabend, Partys |
| Codenames Duett | 2+ | Kooperativ: Beide Spieler sind Geheimdienstchefs | Paare, kleine Runden |
| Codenames Pictures | 2–8+ | Bilder statt Wörter – andere Denkweise gefragt | Visuelle Denker, internationale Runden |
| Codenames XXL | 2–8+ | Größere Karten – gleicher Inhalt wie das Original | Große Tische, ältere Mitspieler |
Besonders Codenames Duett verdient eine Erwähnung: In der kooperativen Variante sind beide Spieler gleichzeitig Geheimdienstchefs und müssen gemeinsam alle Agenten finden – gegen eine tickende Uhr und mit mehr Attentätern als im Original. Perfekt für alle, die gerne Spiele zu zweit spielen und dabei lieber miteinander statt gegeneinander arbeiten.
Codenames bei TOBS entdecken
Das Spiel des Jahres 2016 – seitdem ein Dauerbrenner in unserem Regal und auf jedem Spieleabend.
Zum Gesellschaftsspiele-SortimentCodenames Spieleranzahl: So viele Personen brauchen Sie wirklich
Auf der Verpackung steht „2–8+ Spieler", aber die Qualität der Partie hängt stark von der Gruppengröße ab:
| Spieleranzahl | Einschätzung |
|---|---|
| 2 Spieler | Nur mit Codenames Duett empfehlenswert – das Original braucht Teams |
| 3 Spieler | Möglich (ein Geheimdienstchef, zwei Rater), aber nicht ideal |
| 4 Spieler | Die Mindestgröße für ein vollwertiges Spiel – je ein Geheimdienstchef und ein Rater pro Team |
| 6–8 Spieler | Der Sweet Spot – genug Diskussion in den Teams, ohne dass es chaotisch wird |
| 8+ Spieler | Funktioniert, wird aber unübersichtlich – besser mit Zeitlimit arbeiten |
Codenames entfaltet seine volle Wirkung in Runden von sechs bis acht Personen. Das Team-Gefühl, die Diskussionen und die gemeinsame Freude über einen genialen Hinweis – all das braucht mindestens drei Personen pro Seite. Für den nächsten Anlass mit Freunden ist Codenames deshalb eine Garantie für einen gelungenen Abend.
Codenames im Spieleabend-Programm: Davor und danach
Ein guter Spieleabend lebt von der richtigen Reihenfolge. Codenames eignet sich hervorragend als Hauptspiel – aber was spielt man davor zum Aufwärmen und danach zum Ausklingen?
- Davor (10–15 Min.): Ein schnelles Kartenspiel wie 6 nimmt! oder ein Party-Eisbrecher wie 30 Seconds bringt die Stimmung auf Temperatur
- Hauptspiel (30–45 Min.): Codenames – zwei oder drei Partien hintereinander, mit wechselnden Geheimdienstchefs
- Danach (15–20 Min.): Ein ruhigeres Spiel wie Concept oder ein kooperatives Puzzlespiel zum gemeinsamen Abschluss
Wer Codenames mag, wird auch andere Kartenspiele mit Deduktions- und Assoziationsmechanik schätzen. Und für die Snack-Pause zwischendurch dürfen ein paar Leckereien auf dem Tisch nicht fehlen – damit die Geheimdienstchefs nicht auf leeren Magen taktieren müssen.
Codenames als Geschenk: Für wen eignet sich das Spiel?
Codenames ist eines der universellsten Geschenke in der Spielewelt – und bei Tobs einer der meistgekauften Titel als Mitbringsel oder Geburtstagsgeschenk. Es eignet sich für:
- Paare und WGs – mit Codenames Duett auch zu zweit spielbar
- Familien mit Teenagern – ab 10 Jahren empfohlen, erfahrungsgemäß oft auch ab 8 möglich
- Spieleabend-Veteranen – die bereits alles kennen, aber diesen Klassiker noch nicht im Regal haben
- Menschen, die „keine Spieler" sind – Codenames überzeugt regelmäßig auch Skeptiker, weil es sich eher wie ein Gesellschaftsspiel als wie ein klassisches Brettspiel anfühlt
Falls Sie unsicher sind, ob die beschenkte Person Codenames bereits besitzt, ist ein Gutschein die eleganteste Alternative. Und wer gleich ein ganzes Spieleabend-Paket verschenken möchte, kombiniert Codenames mit einem zweiten Titel – eine Zusammenstellung weiterer Empfehlungen finden Sie bei unseren Brettspielen für Erwachsene.
Unser Fazit: Ein Wort, das alles verändert
Codenames ist nicht ohne Grund seit zehn Jahren ein Dauerbrenner. Die Regeln sind in fünf Minuten erklärt, die Tiefe zeigt sich über Dutzende Partien, und der Moment, in dem ein Geheimdienstchef mit einem einzigen Wort fünf Karten gleichzeitig beschreibt und das Team sie alle findet – dieser Moment ist pures Spieleglück. Als Partyspiel, als Geschenk oder als fester Bestandteil des Spieleabends: Codenames gehört in jede Sammlung.
Und wenn Sie nach der fünften Partie Lust auf mehr bekommen: Codenames Duett für den Zweierabend und Codenames Pictures für visuelle Abwechslung halten die Begeisterung über Jahre frisch. Bei Tobs beraten wir Sie gerne, welche Version zu Ihrer Spielrunde passt.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Spieler braucht man für Codenames?+
Mindestens 4, ideal 6 bis 8. Zu zweit funktioniert das Original nicht gut – dafür gibt es Codenames Duett, die kooperative Variante für zwei Spieler.
Ab welchem Alter ist Codenames geeignet?+
Offiziell ab 10 Jahren. In der Praxis können auch Kinder ab 8 mitspielen, wenn die Begriffe auf den Karten ihrem Wortschatz entsprechen. Als Geheimdienstchef sollten Kinder allerdings etwas älter sein – die Rolle erfordert abstraktes Denken.
Wie lange dauert eine Partie Codenames?+
Etwa 15 bis 20 Minuten pro Partie. Da die Partien schnell gehen und der Spaßfaktor hoch ist, werden oft drei bis fünf Runden hintereinander gespielt – mit wechselnden Geheimdienstchefs.
Was ist der Unterschied zwischen Codenames und Codenames Duett?+
Im Original spielen zwei Teams gegeneinander. In Codenames Duett arbeiten zwei Spieler kooperativ zusammen – beide sind gleichzeitig Geheimdienstchefs mit jeweils eigener Codekarte. Die Runde wird gegen eine Zuglimit-Uhr gespielt, und es gibt mehr Attentäter. Ideal für Paare und Zweierabende.
Darf der Geheimdienstchef zwei Wörter sagen?+
Nein – nur ein einziges Wort und eine Zahl. Zusammengesetzte Begriffe wie „Eisbär" oder „Fußball" zählen als ein Wort. Eigennamen wie „New York" können je nach Hausregel als ein oder zwei Wörter gelten – klären Sie das vor der Partie.
Wird Codenames auch nach vielen Partien nicht langweilig?+
Nein – und das ist das Geniale daran. Die 200 doppelseitig bedruckten Wortkarten und 40 Codekarten erzeugen praktisch unendliche Kombinationen. Keine Partie gleicht der vorherigen, und die Herausforderung liegt nicht im Material, sondern in den Assoziationen der Mitspieler – die sind jedes Mal anders.